Verkehr: Elektrifizierung der Hochrheinstrecke

Die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke von Basel Bad Bf. über Waldshut nach Schaffhausen und Singen ist ein gemeinsames Ziel des Landes Baden-Württemberg, der Landkreise Lörrach und Waldshut sowie der Schweizer Kantone Basel (Stadt und Land), Aargau und Schaffhausen. Im Rahmen der Ausbauplanungen für den Schienenpersonennahverkehr in Baden-Württemberg genießt die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke von Basel nach Schaffhausen eine hohe Priorität. Dies wurde auch bei verschiedenen Besuchen von Vertretern der Landesregierung Baden-Württembergs am Hochrhein (D-Seite) und auch in der Schweiz immer wieder betont.

Studie zur Fahrplanoptimierung

Zum Jahr 2016 müssen für den Regionalverkehr in Baden-Württemberg die Betriebskonzessionen neu vergeben bzw. erneuert werden. Dies ist auch für die – elektrifizierte – Hochrheinstrecke notwendig. Hierfür wurden seitens der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg (NVBW) konkrete Fahrplanentwürfe entwickelt und diese den Landkreisen und Kantonen vorgelegt. Die Prüfung durch die Partner entlang des Hochrheins hat ergeben, dass zwischen Schaffhausen und Basel/Lörrach unterschiedliche Knoten- bzw. Anschlussqualitäten existieren. Während für Schaffhausen und Waldshut die Übergänge bereits gut gelöst werden konnten, besteht im Knoten Basel/Lörrach noch Optimierungsbedarf. Diese Problematik wurde vom Landkreis Lörrach und dem Kanton Basel Stadt gegenüber dem Land Baden-Württemberg dargelegt.

Im Herbst 2011 hat die Hochrheinkommission unter Federführung des Regionalverbands Hochrhein-Bodensee die Arbeitsgemeinschaft Ernst Basler + Partner AG, Zürich und SMA + Partner AG, Zürich mit einem Gutachten zur Optimierung der Anschlussqualität im Gesamtraum (Basel/Lörrach - Schaffhausen/Singen) beauftragt. 

Das Gutachten wurde von einer Arbeitsgruppe mit allen Beteiligten begleitet (Land Baden-Württemberg, Kantone, Landkreise, Region, Hochrheinkommission). Die Ergebnisse liegen nun in Form eines in der Arbeitsgruppe abgestimmten Schlussberichtes vor.

Ziel des Gutachtens war es, für das durch die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg entwickelte Fahrplankonzept Verbesserungsmöglichkeiten aufzuzeigen:

  • Fahrplanvarianten zur Optimierung der Anschlussbeziehungen in den Knoten Basel Bad Bf., Waldshut, Schaffhausen und Singen vorzulegen,
  • diese als Variantenvergleiche in Form von Stoßrichtungen gegenüberzustellen und
  • Optimierungsmöglichkeiten unter Einbezug der Wiesentalstrecke vorzuschlagen.

Ergebnisse: Es konnten Stoßrichtungen für Optimierungen herausgearbeitet werden. Sie sind in der nachfolgenden Zusammenfassung des Berichtes dargestellt.