Gemeinsam für die Energiewende

Der Minister für Bundesrat, Europa und internationale Angelegenheiten Peter Friedrich hat die Initiative ergriffen und zusammen mit der in Waldshut-Tiengen ansässigen Hochrheinkommission und dem Euro-Institut am Montag (18. Februar 2013) zu einem Dialogforum unter dem Motto „Gemeinsam für die Energiewende“ eingeladen. Im Rheinfelder Rathaus waren rund 160 interessierte Franzosen, Schweizer und Deutsche aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft anwesend.

„Die Energiewende ist einer der politischen Schwerpunkte unserer Landesregierung. Baden-Württemberg will bis zum Jahr 2020 den Anteil der erneuerbaren Energien auf 38 Prozent steigern. Hierfür benötigen wir den Ausbau der Erneuerbaren Energien, die Steigerung der Energieeffizienz und eine effiziente Netzinfrastruktur“, so Minister Friedrich. „Wir sind mitten in Europa und haben mit dem Oberrhein, dem Hochrhein und der Region Bodensee drei pulsierende Regionen. Diese haben echtes Potenzial, zu Energiemodellregionen zu werden. Dabei ist es unerlässlich, dass wir bestehende Initiativen, Pilotprojekte und Wissen weiter vernetzen – innerhalb und zwischen den Regionen. Es geht aber auch darum, die Energiewende abzufedern, wenn einmal der Wind nicht bläst und die Sonne nicht scheint.“

Die Stadt Rheinfelden ist als „European Energy Award“-Kommune ein gutes Beispiel für die Umsetzung eines zukunftsfähigen kommunalen Energie- und Klimaschutzkonzeptes. Zudem wird mit der Schwester-„Energiestadt“, dem Schweizerischen Rheinfelden, eine hervorragende Zusammenarbeit über den Rhein hinweg gepflegt – nicht zuletzt in Energiefragen.

Die Präsidentin der Hochrheinkommission, die Lörracher Landrätin Marion Dammann, und die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer betonten in ihren Ansprachen die Notwendigkeit, sich in Fragen der Energiewende und des Klimaschutzes noch stärker über die Grenzen hinweg zu vernetzen.

Als prominenter Referent war Prof. Dr. Ernst Ulrich von Weizsäcker eingeladen. In seinem mahnenden wie auch ermutigenden Vortrag spannte er den großen Bogen über die weltweiten Implikationen des Klimawandels und leitete daraus auch die Pflicht ab, sich an globale Verträge zu halten und die vereinbarten Klimaschutzziele einzuhalten.

Die Experten aus den drei Kooperationsräumen zeichneten ein breites Tableau von Initiativen, Projekten gemeinsamen Zielen. Dr. Erika Höcker von der Energieagentur Schwarzwald-Hochrhein sieht aber auch noch viel Potenzial: „Wir müssen das Rad nicht immer neu erfinden, manchmal würde es reichen, über die Grenze zu schauen.“

Die Präsentationen der Referenten, Bilder und Presseberichte finden Sie hier.

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