Grenzüberschreitende Beziehungen in Europa

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist die nachbarschaftliche Zusammenarbeit in allen Lebensbereichen zwischen angrenzenden Gebieten, regionalen und kommunalen Gebietskörperschaften oder sonstigen Körperschaften in Grenzgebieten.

Ein Grenzgebiet besteht aus einem Gebiet mit seinen Bewohnern und dem Beziehungsnetz, das zwischen ihnen besteht, jedoch durch die Grenze gestört wird bzw. wo die Grenze den Aufbau von Beziehungsnetzen von vornherein verhindert oder zumindest erschwert.

Ein grundlegendes Prinzip der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit besteht darin, Verbindungen und vertragliche Beziehungen in Grenzregionen zu schaffen, sodass gemeinsame Lösungen für Probleme gefunden werden können, von denen die gesamte Grenzregion betroffen ist.

In Europa gibt es an allen denkbaren Landesgrenzen bilaterale Kontakte. Zum Teil sind diese institutionalisiert und werden von Akteuren der grenzüberschreitenden Beziehungen gepflegt und organisiert. In diesen sog. kleinen Außenbeziehungen wird der europäische Gedanke der Völkerverständigung intensiv gelebt.

Gerade am Hochrhein - einer EU-Außengrenze zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz - sind die Herausforderungen für das Zusammenleben und -arbeiten besonders. Die Hochrheinkommission ist bestrebt, mit weiteren Partnern, die Beziehungen über den Rhein hinweg weiterzuentwickeln.