Jugendliche diskutieren grenzüberschreitend über (lokale) Verantwortung

Was hat mein Gesichtspeeling mit Mikroplastik im Rhein zu tun? Wie sucht das Schweizer Fernsehen seine Themen aus? Oder was heißt eigentlich Populismus? Im Rahmen des zweiten deutsch-schweizerischen Jugendforums Hochrhein diskutierten junge Menschen mit Expertinnen und Experten über Verantwortung im Grenzgebiet.

Über 20 Jugendliche aus Deutschland und der Schweiz waren am Samstag, den 30. März 2019 ins Jugendhaus Rheinfelden gekommen, um mit Expertinnen und Experten aus dem Grenzgebiet zu diskutieren. Mit dabei war Patricia Holm, promovierte Biologin und Umweltwissenschaftlerin an der Universität Basel, die u.a. zum Thema Mikroplastik forscht. Kristina Kraft vom Ökozentrum in Langenbruck, die sich mit nachhaltigem Konsum auseinandersetzt. Inlandskorrespondentin Natascha Schwyn gab Einblicke hinter die Kulissen des Schweizer Radio und Fernsehens. Tarik Abou-Chadi, stellte vor, wozu er im Zentrum für Demokratie Aargau forscht. Martin Truckses, Lehrer an der Freien Demokratische Schule Kapriole, stellte vor, wie Schülerinnen und Schüler an seiner Schule mitbestimmen dürfen.

Das Jugendforum Hochrhein wird durch den Kanton Aargau, das Land Baden-Württemberg und die Hochrheinkommission organisiert. Anlass gibt die gemeinsame Demokratiekonferenz des Landes Baden-Württemberg und des Kantons Aargau, welche im November 2019 stattfindet.

 

Junge Menschen aus der Hochrhein-Region diskutieren über Demokratie

Rund 20 junge Menschen aus der Hochrheinregion trafen sich am 15. Dezember 2018 in Rheinfelden, um über den Zustand und Zukunft der Demokratie zu diskutieren.

Das Treffen bildete die Auftaktveranstaltung zu einer Workshop-Reihe, die von Baden-Württemberg und dem Kanton Aargau mit Unterstützung der Hochrheinkommission initiiert wurde. Die Ergebnisse der Diskussionen flossen in die fünfte gemeinsame Demokratiekonferenz des Aargaus und Baden-Württembergs im Jahr 2019 ein.

„Es freut mich, dass wir dieses Thema mit jungen Menschen vom Hochrhein diskutieren. Schon die unterschiedlichen Ausprägungen unserer Demokratiesysteme lassen spannende Wortwechsel erwarten.“, bewertete Landrätin Marion Dammann, Präsidentin der Hochrheinkommission.  „Es ist wichtiger denn je, sich über das demokratische Zusammenleben auszutauschen. Es freut mich, dass wir dies zusammen mit dem Kanton Aargau bereits zum fünften Mal machen. Denn auch die Demokratie braucht stetig neue Impulse “, sagt Baden-Württembergs Staatsrätin Gisela Erler.

Die Demokratiekonferenz fand am 28./29. November 2019 in Stuttgart statt. Sie setzt sich schwerpunktmäßig mit der Frage auseinander, welche Erwartungen wir heute an eine liberale Demokratie haben und welche Voraussetzungen und Veränderungen dafür notwendig sind.  „Uns ist es ein großes Anliegen, die Sichtweise der Jugendlichen und jungen Menschen zu hören, denn Demokratie entwickelt sich immer weiter und muss sich auf politische und technologische Herausforderungen anpassen“, sagte Staatsschreiberin Vincenza Trivigno aus dem Kanton Aargau.

Zur Vorbereitung der konkreten Fragestellungen an der Konferenz wurde u.a. ein Stimmungsbild der Erwartungen und Ideen, die junge Menschen in Bezug auf die Demokratie haben, erhoben. Im Zentrum des ersten Treffens stand die Identifikation von Problemen Optimierungsmöglichkeiten der heute gelebten demokratischen Systeme aus der Perspektive junger Menschen. Im zweiten Teil der Veranstaltung setzten sich die Teilnehmenden mit diesen Aspekten vertieft auseinander und diskutierten bereits erste Ideen zur Weiterentwicklung bestimmter demokratischer Elemente.

Wissenschaftlich werden die Workshops vom Zentrum für Demokratie Aarau (ZDA) begleitet.