Die Energie im Dorf lassen!

29.10.2013

Der Winter steht vor der Tür und die Heizperiode hat bereits begonnen. Wieder liegt das Preisniveau für fossile Energieträger wie Öl und Gas über dem Vorjahresniveau. Für die Verbraucher, die nicht auf regenerative Energieträger zurückgreifen können, wird die Entwicklung immer mehr zur Belastung.

Vor diesem Hintergrund will die Bodensee-Stiftung in den Kommunen der Landkreise Tuttlingen, Sigmaringen und Schwarzwald-Baar ungenutzte Wärmepotentiale aus Hackschnitzelheizungen, Biogasanlagen oder überschüssige Wärme aus Industrieanlagen finden und Wege aufzeigen, wie diese genutzt werden kann. Allzu oft bleiben diese Abwärmepotentiale ungenutzt und entweichen in die Umwelt. Gleichzeitig zahlen Haushalte viel Geld für ihre konventionelle Wärmeversorgung mit fossilen Energieträgern, denn 60 Prozent des Endenergiebedarfs in Deutschland entfällt auf die Wärmeversorgung und macht somit einen erheblichen Teil der Energiekosten aus.

Wo einerseits überschüssige Abwärme Sommer wie Winter in die Umwelt weggekühlt und andererseits für Wärme viel Geld gezahlt wird, entsteht ein Missverhältnis, das aus wirtschaftlicher Sicht sowohl für Betreiber von Bioenergieanlagen wie auch für Hauseigentümer auf Dauer nicht gut ist. Experten aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Genossenschaft, Bürgerpartizipation und Umweltschutz stellen bei der Veranstaltung

„Die Energie im Dorf lassen“
am 29.10.2013 ab 09.00 Uhr
im Kurhaus in Bad Dürrheim

die verschiedenen Stationen einer erfolgreichen Realisierung von Bioenergiedörfern vor.

Armin Reitze, Bürgermeister des Bioenergiedorfes Leibertingen, präsentiert in seinem Vortrag den Weg der Gemeinde Leibertingen zum Bioenergiedorf. Was waren die Herausforderungen? Wie lange hat die Umsetzung gedauert und wie zufrieden sind die 111 Wärmeabnehmer mit ihrer nachhaltigen Wärmeversorgung in Leibertingen?

Wer sich ein Bild über die Vorzüge eines Bioenergiedorfes und einer ökologischen Nahwärmeversorgung machen möchte, ist im Anschluss an die Veranstaltung zu einer Führung im ersten Bioenergiedorf nach Mauenheim/ Immendingen herzlich eingeladen.

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