GRENZÜBERSCHREITENDE BILDUNGSWEGE ZU ARBEIT UND BESCHÄFTIGUNG AM OBERRHEIN

Die französische Präsidentschaft der Oberrheinkonferenz hat als prioritären Tätigkeitsschwerpunkt für 2011 Wirtschaft und Stärkung der Durchlässigkeit des grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes gewählt.

Vor allem in Zeiten der Wirtschaftskrise müssen wir am Oberrhein, um bei dieser Frage weiterzukommen, in
den nächsten Jahren alles dafür tun, dass die Bremsen gelöst, die Gelegenheiten ergriffen, unsere
Kenntnisse über den Arbeitsmarkt erweitert und gemeinsame Lösungen gesucht werden.
Während der deutschen und schweizerischen Präsidentschaft in den Jahren 2012 und 2013 wurde die
Arbeitsgruppe Wirtschaftspolitik aufgefordert, das Thema „Durchlässigkeit des deutsch-französisch-schweizerischen
Arbeitsmarktes“ weiter zu bearbeiten.
Die Broschüre, die die Arbeitsgruppe Wirtschaftspolitik mit Hilfe ihrer Partner in zweiter Auflage veröffentlicht
hat, stellt die einschlägigen Akteure und Projekte in diesem Zusammenhang vor und trägt dazu bei, dass die
Werkzeuge der Arbeitsmarktpolitik am Oberrhein bekannt werden.
Diese Bestandsaufnahme umfasst nicht nur die laufenden arbeitsmarktrelevanten Aktivitäten und Projekte,
sondern auch die berufliche und universitäre Ausbildung in ihrer bi- und trinationalen Ausrichtung sowie
grenzüberschreitende Praktika und Lehrlingsausbildung. Es geht darum, die enge Verknüpfung zwischen
nachschulischer Ausbildung und dem Zugang zum Arbeitsmarkt anzusprechen. Desweiteren gibt die
Broschüre eine Übersicht über die in diesem Zusammenhang durchgeführten Studien und in diesem
Bereich tätigen Akteure.
Wir begrüßen den Abschluss des Rahmenvertrags über eine französisch-deutsche Kooperation bei der
Arbeitsvermittlung sowie die Eröffnung der deutsch-französischen Arbeitsagentur am 26. Februar 2013
in Kehl. Sie gehören zu einer Reihe von Maßnahmen, die im Jahr des Jubiläums „50 Jahre Elysee-Vertrag“
zur Beseitigung der Hürden bei der Arbeitsvermittlung im deutsch-französischen Kontext unternommen
werden.
Durch den Rahmenvertrag verstärken Pôle emploi Alsace, Pôle emploi Lorraine und die Regionaldirektionen
Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz-Saarland der Bundesagentur für Arbeit ihre Zusammenarbeit im
Bereich der grenzüberschreitenden Arbeitsvermittlung mit dem Ziel, eine gemeinsame Strategie für den
Arbeitsmarkt im französisch-deutschen Grenzgebiet zu entwickeln, die auf einer gemeinsamen Analyse des
Arbeitsmarktes, einer Intensivierung der Zusammenarbeit bei der Arbeitsvermittlung sowie der beruflichen
Beratung und Orientierung beruht. Den Rahmenvertrag zur Kooperation finden Sie im Anhang zu dieser
Broschüre.
Wir freuen uns sehr über die Einrichtung der deutsch-französischen Arbeitsagentur, die für den Bürger einen
unumkehrbaren Schritt zur Förderung der Durchlässigkeit des Arbeitsmarktes am Oberrhein bedeutet.

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